15. Tag | Plettenberg Bay

Wir fahren die Garden Route weiter, halten wegen der wunderbaren Aussicht für zwei kurze Fotostopps und ich kaufe mir rote Socken a la Jazz in einem Handmade-Laden. Wir kommen in Plettenberg Bay an. Laut Reiseführer einer der beliebtesten Badeorte an der Garden Route. Für uns steht heute Whale Watching auf dem Programm. Wer dazu keine Lust hat legt sich an den Strand oder kauft Postkarten. Soll ich dafür echt 55€ ausgeben? Ach was soll’s, wenn nicht jetzt, wann dann! Schwimmwesten an und rauf auf’s Boot. Ich sitze ganz hinten. Wie sie sehen, sehen sie nichts. Wir geben Gummi und fahren auf’s Meer hinaus. Plötzlich stoppen wir und unser strenger Guide erlaubt uns aufzustehen. Wahnsinn! Es sind bestimmt 25-30 Delphine um uns herum und springen immer wieder aus dem Wasser. Wir dürfen auf den Aufsichtsturm des Bootes klettern sagt der Guide, das lasse ich mir nicht zweimal sagen. Was für eine Aussicht!! Ich muss immerzu an Flipper, den klugen Delphin denken.

20140907-093125.jpgSpäter können wir tatsächlich Wale beobachten, Southern Right Whales bzw. Glattwale erzählt uns der Steuermann, der zu der Kategorie SurferBoy gehört. Schöne Fotos habe ich bei dem Geschaukel und ohne Zoom nicht hinbekommen. Hier muss später meine Erinnerung genügen. Alle festhalten. Mit Vollspeed fahren wir auf den Strand zu, eingeparkt.
Wir schlendern wieder zum Bus und rein in die Wanderschuhe. Das gilt aber nicht für Tin, Miriam, Laura und Julia, die sich lebensmüde aus 3.000 Meter Höhe beim Skydiving in die Tiefe stürzen wollen. Unser Busfahrer Cornelius setzt uns an der 4 km langen Robberg Halbinsel ab und wir verabschieden uns bei den vier Mädels, womöglich für immer. Auf der Halbinsel ist ein riesiger Berg, auch Seehundberg genannt. Ich bin hochmotiviert den Berg zu bezwingen und den Anschluss an die Gruppe nicht zu verlieren :). Nach zehn Minuten habe ich die Gesichtsfarbe einer reifen Tomate. Wir erreichen die Mitte der Insel. Ich fühle mich wie in LOST. Ein traumhafter Sandstrand, vollkommen unberührt. Das Kind in uns ist geweckt und wir laufen die unberührten Sanddünen rauf und runter, hinterlassen unsere Fußspuren, lassen uns in den Sand fallen und bleiben einfach liegen.

20140907-164356.jpgIrgendjemand hat zu mir gesagt: Anni, dass ist der schönste Ort den ich je gesehen habe. Und damit hat sie nicht unrecht. Es ist einfach unbeschreiblich hier. Nach einer gefühlten Ewigkeit machen wir uns auf den Rückweg und krachseln die Felsen auf der anderen Seite wieder hinauf. Zwischenzeitlich erkennen wir den Weg nicht mehr und die Wellen schlagen an die Felswände. Yucheee, Spannung, Spass und Abenteuer in einem :). Ohne Witz, der Rückweg war nicht ohne, aber wir haben es natürlich alle geschafft. Das war ein ganz ganz tolles Erlebnis. Am Ziel angekommen erwarten uns die vier Skydiver mit einem mega breiten Grinsen. Best Day of the week.

Eure Anni aus Knysna.