19. Tag | Antikultur in Kapstadt

Die letzte18 Tagen waren eng durchgetaktet. Heute haben wir “frei” und können machen was wir wollen. Wir schlafen aus und beginnen den Tag mit einem entspannten Frühstück. Um 09.30 wollen wir los. Da kommen die ersten schon zurück. Sonja wurde am Geldautomaten bedrängt und man hat ihr die Kreditkarte gestohlen. Das fängt ja gut an. Wir machen uns zu Fuß auf zur “Hopp on Hopp off” Haltestelle. Auf dem Weg kommen wir an einem Einkaufszentrum an der Waterfront vorbei. Die gleichen Läden und Preise wie bei uns. Erstmal einen Überblick über Kapstadt verschaffen. Wir steigen in den Bus und nehmen die besten Plätze ganz vorne ein. Füße hoch, der Ansage lauschen, Eiskaffee schlürfen und aus dem Fenster gucken.

20140912-154643.jpgTraumhafte kleine Sandstrände erstrecken sich entlang der Küste. U. a. soll Leonardo Di Caprio hier ein eigenes Häuschen haben. Aber wir wollen Anti-Kultur! Und deshalb steigen wir an der Haltestelle “Long Street” aus. Hier reihen sich kleine individuelle Shoppingläden aneinander. Das Kapstadt gefährlich sein soll hatte ich erwähnt? Jede Eingangstür ist mit einer zusätzlichen Gittertür gesichert und wir müssen klingeln, damit uns geöffnet wird. Auch raus geht’s nur, wenn die Tür entsichert wird. Krass! Mir ist ein wenig mulmig. Aber die Läden sind wunderbar! Kleine Labels mit super Klamotten für einen fairen Preis. Wir sind aus keinem Laden raus, ohne etwas neues gekauft zu haben. Geld leer, Taschen voll. Wir gehen zügigen Schrittes zurück zum Hotel. Hoffentlich klaut uns keiner unsere neuen Errungenschaften :). So ein Shoppingtag ist aber auch anstrengend. Die anderen machen sich auf dem Weg ins Fußballstadion. Qualifikationsspiel Südafrika gegen Nigeria. Tin und ich machen es uns derweil im Hotelzimmer gemütlich, probieren unsere neuen Sachen an und lassen uns für 2 € Aufpreis das Abendessen aufs Zimmer bringen. So lässt es sich aushalten :).

Eure Anni aus dem Hotelzimmer.

PS: Mittagspause in Kapstadt: Einfach irgendwo ins Gras legen.