4. Tag | Damian the “Green Mamba”

Habe ich schon erwähnt, dass wir jeden Tag um 6.15 Uhr aufstehen müssen? Frühstück um 7. Gestern Abend hat unser Tisch sich kurzfristig noch zu einer südafrikanischen Weinprobe entschieden. Das hat es mir heut früh nicht leichter gemacht. “Nepal light” starten wir mit einer kleinen 1-stündigen Wanderung – unser Profi-Bergsteiger Stefan ist voll in seinem Element. Aber eigentlich wollen wir ja zum Krüger Nationalpark, also ab in den Bus. Aber wo sind meine Kekse von gestern? Die Affen haben mal kurzerhand die Bustür geknackt und anscheinend den gleichen Geschmack wie ich. Erledigt wird das, was wir gestern nicht mehr geschafft haben. Besichtigung der Potholes – riesige Löcher im Gestein, die aus Wasserstrudeln entstanden sind. Echt beeindruckend.

20140829-065237.jpg Nachdem uns Guide Jazz schon am zweiten Tag ziemlich beeindruckt hat (@Maren: Denk daran dir neue Socken zu kaufen) legt unser heutiger Guide Damian (bitte nicht wie Domian aussprechen, sondern lässig amerikanisch) noch einen oben drauf. Damian the “Green Mamba” ist heute unser Schlangenbeschwörer und führt uns durch die gefährliche Schlangenwelt. Zum Glück war immer eine Scheibe zwischen den Schlangen und uns. Bei der Boa Constrictor (ich erinnere an den ersten Teil von Harry Potter) wurde mir schon etwas anders, auch wenn sie in Wirklichkeit ziemlich winzig war. Damian ist überzeugt davon, dass Schlangen grundsätzlich nicht bösartig sind. Zum Beweis hat er sich einen Tag gemeinsam mit der “Green Mamba” das Terrarium geteilt – und wie wir sehen, lebt er noch. Gelernt habe ich heute: 1.Schlangen sind taub. Das heißt diese Schlangenflöter können ruhig schön schief Flöte spielen, denn die Schlangen achten nur auf die Bewegung der Flöte und nicht auf die Töne. 2. Bei Harry Potter ist auch viel Fake dabei.

20140829-065343.jpg Dann weiter zu einem privaten südafrikanischen Hof. Auf dem Grundstück steht ein riesiger Affenbrotbaum “Baobab”, den ich gerade so – in seiner vollen Größe – vor meine Kameralinse bekomme. Bei gefüllten Pancakes beobachten wir den Farmer auf seinem Trecker und lassen den südafrikanischen Flair auf uns wirken. Und mir wird zum ersten Mal richtig bewusst, dass ich wirklich in Südafrika bin.

20140829-065440.jpg Weiter geht’s zu unserer heutigen Unterkunft am Rande des Krüger Nationalparks. Paul und Marianne heißen uns herzlich in Ihrer Lodge willkommen. Kleine einfache, aber liebevoll eingerichtete Hütten warten auf uns. Stromausfall ist normal und wenn irgendwas verstopft ist, einfach Paul bescheid geben :). Unter den Moskitonetzen fühlt man sich wie früher als Kind – es ist einfach mega gemütlich. Bei gutem Bier lassen wir den Abend am Lagerfeuer ausklingen. Um 21.00 Uhr erfahre ich, dass wir morgen schon um 6 Uhr starten….shit, ich muss schnell ins Bett.

Eurer Anni aus dem südafrikanischen Busch.

PS: Ab jetzt ist FlipFlop Wetter!