3. Tag | Im Osten geht die Sonne auf, im Norden nimmt sie ihren Lauf…

…im Westen will sie untergehen, im Süden ist sie nie zu sehen. Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Ich befinde mich seit 2 Tagen auf der Südhalbkugel, hier dreht sich die Sonne halt anders herum ;). Heute werden wir den ganzen Tag im Bus unterwegs sein. Ich nutze die Zeit, um meine Fragen mit Tin’s Reiseführer zu beantworten.
Johannesburg werden wir auf dieser Reise nicht näher kennen lernen. Grund dafür: Marco Polo schätzt einen Besuch einfach zu gefährlich ein. Seit Ende der Apartheit (1994) durften auch Nicht-Weiße in die großen Städte und es entwickelte sich eine hohe Kriminalität. Mordrate: 32 Leute pro 100.000 Einwohnern (Vergleich Deutschland: 0,8). So fahren wir heute lieber gen Osten Richtung Krüger Nationalpark.

Hier noch ein paar interessante Fakten:
– 80% der südafrikanischen Einwohner sind Schwarze
– 42% der Einwohner sind unter 24 Jahre
– 1990 – Beginn der Aufhebung der Apartheit, Nelson Mandela kam überraschend frei
– 1994 – Ende der Apartheit und die ersten freien Wahlen
– Arbeitslosenquote: rund 35%
– Südafrika hat 11 offizielle Landessprachen (Afrikaans war die Sprache der Apartheit und ist heute noch die Muttersprache von etwa der Hälfte der Weißen. Nichtmal 1% der Schwarzen sprechen Afrikaans). Zum größten Teil wird noch Zulu, Xhosa, Sepedi und Englisch gesprochen.

Aber nur mit dem Bus fahren wäre ja zu langweilig. Also machen wir noch kurz 2 Sightseeing-Stops. Zuerst beim God’s window – dem Fenster Gottes. Wer ein paar Treppenstufen erklimmt (gut das ich aufgehört habe zu rauchen) wird mit einem traumhaften Blick belohnt. Keine Chance das was man sieht auf ein 4:3 Foto zu bekommen. Es fühlt sich alles etwas tourimäßig an, aber so ist es halt.

20140825-200743.jpg Danach noch ein kurzer Stop an den Three Rondawels. Ihr seht auf dem Bild 3 Felsen, die wie strohgedeckte Rundhütten aussehen. Das sind sie. Die Aussicht ist schon genial.

20140825-200852.jpg Dazu das Wetter: Morgens zwar echt frisch bei um die 5 Grad, aber wenn die Sonne dann richtig rauskommt reicht ein Pulli. Ich erinnere: Und das im Winter! Unsere Reisegruppe ist top! Es sind viele nette Leute dabei. Heute wurden wir gezwungen uns im Bus einzeln am Mikro vorzustellen. Na was für ein Spass! Aber ich kann mir wieder zwei Namen mehr merken ;).