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Jan Delay und Goran

Donnerstag | 20 Uhr | Max-Schmeling-Halle | Prenzlberg

Für knapp 12.000 Besucher ist die Halle ausgelegt. Komplett gefüllt ist sie an diesem Abend aber nicht. Um kurz vor acht sind wir da und ergattern uns einen guten Stehplatz direkt an einem Geländer. Gute Sicht auf die Bühne, die Theke fünf Meter hinter uns. Kein Gedränge, das gefällt mir. Die Vorband erhält Ihren verdienten Applaus. Der Typ vor uns ist derweil schon dreimal über das Geländer geklettert um sich immer wieder neues Bier zu holen. Beim nächsten Mal fliegt er garantiert auf die Klappe – denke ich. Dann betritt der HauptAct des Abends mit seiner Band Disko No. 1 die Bühne. Jan Delay rockt das Haus. Und wir rocken mit. Springend, grölend, hüpfend, jubelnd, singend, trinkend und lachend. Es gibt sicherlich bessere Bühnenshows, aber Live Mucke macht mir immer gute Laune und Jan Delay ist einfach ‘nen saucooler Typ. Zwei Stunden lang springt er lässig über die Bühne und seine drei Mädels sorgen zusätzlich für ordentlich Stimmung. Nach gefühlten zehn Zugaben machen wir uns etwas verschwitzt und gut gelaunt auf den Rückweg. Gern hätten wir dem Organisator ‘Radio Fritz’ noch ein Interview gegeben – aber wir sind zu alt. Das wirft für mich gerade die Frage auf – kann man das Alter an der Stimme erkennen? Höre ich mich an wie 18, oder wie 40? Oder gar wie 31?

Freitag | 1 Uhr | Pommesbude | Karl-Marx-Straße, Neukölln

Ich bin k.o. und muss Morgen pünktlich auf der Arbeit sein. Aber ich komme um das bekannte “Ich-krieg-wieder-Hunger-Gefühl” nicht umher. Also auf zur nächsten Imbissbude. Bex, der Berliner Express hat noch auf und lockt mit den besten Burger-Variationen. Wir bestellen Currywurst Pommes und kommen mit Goran ins Gespräch. testGoran arbeitet schon seit 1997 in diesem Laden. Für ein Jahr hatte er sich mal eine Auszeit gegönnt. Sein Chef hat ihn auf Knien angefleht, dass er wieder kommen muss. Und warum? Weil die Kunden hauptsächlich wegen ihm hier her kommen. Und das glaube ich ihm aufs Wort! Er erzählt uns das viele Leute extra kommen, um ihm dabei zuzuschauen, wie er blitzschnell die Fritteusen bedient und die Burgervariationen kreiert (und dabei natürlich selbst was essen). Er ist 4 mal so schnell wie seine Kollegen erzählt er uns. Hut ab! In dem Jahr wo er nicht da war, ging der Umsatz dann stetig bergab. Jetzt sind die meisten Kunden aber wieder da und sein Chef ist zufrieden – da gibt’s auch mal ‘nen Euro mehr. Goran ist einfach ein sympathischer Typ. Das wird garantiert nicht meine letzte Currywurst bei ihm gewesen sein. Freundlichkeit als Kundenbindungsinstrument – es kann so einfach sein. Bei eurem nächsten Besuch müsst ihr hier unbedingt vorbeischauen!!

Eure Anni aus Berlin.